Jahr: 2019
Berlin: Mit dem Grundgesetz gegen Immobilienspekulation
Die Berliner Bürgerinitiative „Deutsche Wohnen und Co. enteignen“ beruft sich auf das Grundgesetz und löst damit eine Debatte aus, die schon lange ansteht. Mittlerweile fehlt es nicht nur in Großstädten zunehmend an bezahlbarem Wohnraum. Mietaktivisten wollen es nicht mehr hinnehmen, dass ihre Grundrechte der Gewinnerzielung der Immobilienkonzerne untergeordnet werden. …
Mousonturm: Zeitreisen in die Utopie
Das Frankfurter Künstlerhaus Mousonturm setzt ab dem 14. Februar Architektur- und Wohnkonzepte in Kontext mit politischen Utopien. „Colonia Digital: The Empire Feeds Back!“ erinnert an ein vergessenes Zukunftsprojekt der chilenischen Regierung unter Präsident Salvador Allende. „DAMENGEDECK – Ein Rundgang in die Zukunft“ präsentiert ein Wohnprojekt, das die matriarchalische Machtübernahme im Jahr 2021 plant. …
Nachverdichtung am Römer: Wohnungsmissbrauch statt Wohnraumschaffung
Schon vor dem Abschluss des Römerbauprojekts wurde kritisiert, dass sozialer Wohnbau in der neuen Altstadt nicht vorgesehen war. Wie die Frankfurter Rundschau bereits im Juli letzten Jahres berichtete, musste Michael Guntersdorf, Geschäftsführer der städtischen Dom-Römer-GmbH feststellen, dass der Wohnraum in der nachverdichteten Altstadt von einigen „Bewohnern“ zweckentfremdet wird. Statt die Eigentumswohnungen selbst zu beziehen, quartieren die Besitzer zu Wucherpreisen Kurzmieter ein. Dagegen unternehmen könne er nichts. Die Stadt hatte sich selbst die Hände gebunden – Regularien gegen den Missbrauch des Wohnraums waren in den Verträgen nicht vorgesehen. …
„Wer bestimmt die Architektur?“ CCSA Symposium Max Bächer
Unter dem Motto „Wer bestimmt die Architektur?“ ging das CCSA, Center for Critical Studies in Architecture, dem Einfluss von Netzwerken, Wettbewerben und dem öffentlichen Diskurs auf den Grund. Das zweitägige Symposium (16.-17.01.2019) stellte dazu den Architekten, Preisrichter und Hochschullehrer Max Bächer als exemplarisches Beispiel in den Fokus. …